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Annegret J. Freitag | September 2007 | Am Tresen
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Wer am Telefon etwas verkauft bekommen will, braucht mittlerweile nicht mal mehr was zu sagen – Schweigen wird offenbar als Zustimmung gedeutet. So geschehen gestern, als mein Handy klingelte und eine nicht ganz des Deutschen als Muttersprache mächtige Frauenstimme mich begrüßte…
“Schönen guten Tag, Sie sind uns eine treue Kundin, darüber freuen wir uns”
“hmm…”
“Und darum habe ich ein super-Spar-Angebot für Sie” – blabla – es folgt die Erklärung des telekommunikatorischen Jahrhundert-Schnäppchens.
“m-hmm…”
“Da bekommen sie dann eine SMS als Bestätigung zugesandt und können es auch ganz leicht wieder abbestellen.”
“ach”
“Ich freue mich, dass Sie sich für dieses tolle Angebot entschieden haben – wir senden Ihnen die Bestätigung umgehend zu!”
“MOMENT! Entschieden kann man das ja wohl kaum nennen. Ich brauche Ihr Angebot eigentlich gar nicht, weil ich am Wochenende nicht mit dem Handy telefoniere…”
“Aber es ist doch sooo billig – und Sie könnens auch ganz leicht abbestellen, wenn Sie es nicht mehr wollen. Einfach unsere Hotline unter 0180… anrufen.”
“Ach fein – und was kostet diese Hotline so?”
“Na – ganz normalen Preis, weiß ich jetzt auch nicht so genau, aber so viel wird das schon nicht sein…”
Tja – und an dieser Stelle brach das Gespräch ab, weil mein Akku leer war… Mal gucken, ob aufgrund meiner in den Augen der Call-Center-Agentin offensichtlich deutlich geäußerten Bestell-Bestätigung nicht tatsächlich bald eine SMS ins Haus flattert. Dann hilft wohl nur noch Post an den Pressebeauftragten des betreffenden Unternehmens – oder ein weiterer Blogeintrag – diesmal aber mit Klarnamen!
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