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    Kay Schönewerk | Oktober 2007 | via Kundenmagazin
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    “PR ist der Parasit einer gut funktionierenden Presse, das heißt, ich habe großes Interesse an der Gesundheit des Wirtstieres!” So stochert Klaus Klocks, ehemaliger Kommunikations-Chef bei Volkswagen, im Wirtschaftsmagazin brand eins in alten Wunden auf dem Schlachtfeld der Medien- und PR-Macher.

    Dennoch, der Mann hat recht! Das Wirtstier braucht den Parasiten nicht. Die Medien kämen – im Gegensatz zum umgekehrten Fall – auch ohne PR zurecht. Und das wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht…

    Aber es geht auch anders. Denn es gibt gegenteilige Beweise aus der Natur. Hier leben oftmals Gebender und Nehmender herrlich friedlich miteinander – und voneinander.

    Und auch in der Beziehung “Medien & Unternehmen” ist eigentlich alles ganz einfach, denn die Unternehmen haben in ihrer Medienarbeit ja eigentlich nur eine Zielrichtung, nur eine einzige Zielgruppe - und allein daran muss sie sich ausrichten: die Medien.

    Allein deswegen muss Medienarbeit von Menschen initiiert werden, die sich mit den medialen Arbeitswelten auskennen. Hier ist nicht allein die Rede von Agenturen, Dienstleistern oder externen PR-Beratern; egal wer die Theorie am Ende in die Praxis umsetzt – die Medienkompetenz muss in den obersten Hierarchien gelernt und gelebt werden.

    Das klingt alles sehr einfach, logisch und wenig spektakulär. Aber warum ist es dann noch in vielen Institutionen möglich, ohne jegliche Medienkompetenz Karriere zu machen? Warum verkennen viele Führungskräfte Media Relations dann noch als schreiende Werbung, kunterbuntes Marketing, beschönigende Produktvermarktung?

    Zuerst natürlich weil sie der allgemeinen Medialisierung der Gesellschaft hinterherhinken. Weil sie Journalisten nicht ernst nehmen. Weil sie an deren Käuflichkeit glauben. Um nur einige Gründe zu nennen. Und weil sie Journalisten nicht als Kunden betrachten.

    Als Kunden? Ja! Denn dann würden sie ja in umfangreichen Studien ihre Bedürfnisse, ihre Befindlichkeiten, ihre Arbeitswelten, ihre gesamtes berufliches Leben analysieren – und endlich danach handeln!

    1 Kommentar

    Lucas von Gwinner

    Hallo Herr Schönewerk, wie komme ich zu der Ehre das sie unter dem Stichwort brand eins auf eines meiner Blog-Postings verlinken. Ist ja nett, aber der Zusammanhang erschließt sich mir nicht ganz…

    Besten Gruß, Lucas von Gwinner











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