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Annegret J. Freitag | Februar 2007 | Die Blattmacher , Die Meinungsmacher
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“Was die jungen Zuschauer und Leser wollen, ist nicht Objektivität, sondern Authentizität!”
Wham! Diese These von Norbert Bolz im gestrigen “Zapp” geht voll vor den Bug. Zumindest jenen Journalisten, die bislang genau Objektivität für die heiligste aller Kühe ihrer täglichen Arbeit gehalten haben.
Der Trend ist auf dem Höhepunkt: Alle berichten von allem. Ungefiltert – und meistenteils erschreckend unbeeindruckt von ethischen Berichterstattungs-Rahmenbedingungen. Siehe Saddam-Video. Das ist authentisch. Aber bringt sowas wirklich irgendeinen tieferen Erkenntnisgewinn – oder befriedigt es nur den jedem innewohnenden Voyeurismus?
Und was passiert, wenn die vielgepriesene Web 2.0-Laien-Bürger-Leserreporter-Community erstmal genug hat von verwackelten Handy-Aufnahmen von Verkehrsunfällen und heimlichen Konzertmitschnitten? Wenn sich die Menschen wieder nach HINTERGRÜNDEN zu fragen beginnen (und zwar nicht nach dem besten Hintergrund für das Hochgehen-Lassen einer Flasche Cola mittels Mentos)
Wird der nach gewissen fachlichen Richtlinien ausgebildete Journalist wieder zurückkommen … oder gibt es den dann vielleicht schon gar nicht mehr?
Wir werden es … erleben!
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