Kay Schönewerk | November 2006
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PR-Blogger Klaus Eck schreibt in seinem neuesten Beitrag “Was wir von Harald Schmidt lernen können” deutlich:
“Nicht viel anders ergeht es inzwischen jedem Einzelnen. Es werden ständig neue Aussagen über uns online gestellt, ohne dass wir unsere digitalen Spuren noch kontrollieren können. … Das wirkt sich natürlich auf unser öffentliches digitales Erscheinungsbild – unsere digitale Reputation – aus. So mancher Blogartikel liefert den sinnbildlichen Fisch, den wir erst vor kurzem verspeist haben und führt uns überraschenderweise vor Augen, wie öffentlich inzwischen jeder von agiert, wenn er seinen beruflichen Tätigkeiten in der Kommunikationsbranche nachgeht.”
Dennoch: Es ist wie im echten Leben – Informationen findet nur, wer danach sucht. Ich denke hierbei nur an eine Personalausschreibung, die wir vor wenigen Wochen veröffentlicht hatten. Vorgabe: Die Bewerber sollten ein Unternehmensporträt – gern auch ein Unternehmerporträt – schreiben.
Aber was erreichte uns: Ausschließlich Inhalte aus dem offiziellen Webauftritt. Angehende Journalisten (!) sind nicht einen einzigen Meter vom Pfad abgewichen! Kein Nebenprojekt, keine einzige Nebeninformation aus unserem/meinem bisherigen Arbeitsleben. Nichts, rein gar nichts.
Also: Nur wer sucht, der findet auch. Alle anderen bleiben blind – auch wenn noch soviele Körner breit vertreut vor ihnen liegen.
Kay Schönewerk | November 2006
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So, die ersten Jahresendgespräche sind geschafft; heute kann wieder eines von der Liste gestrichen werden.
Was haben wir dabei gelernt? Topfpflanzen entwickeln sich langsamer, wenn sie zusammen mit ihren Senkern “leben”.
Sie zehren aus dem selben Boden, nehmen sich gegenseitig die Nährstoffe weg. So richtig überleben und gewinnen kann dabei keiner: Entweder die Senker sterben, weil sie zu schwach sind. Oder die Mutter macht schlapp, weil es zuviele Senker sind, die ihr die Nahrung entziehen. Oder beide welken zwischen Tod und Leben vor sich hin.
Effektiver ist aus meiner Sicht eine schmerzhafte Trennung der Senker von der Mutterpflanze – und das schnelle Umtopfen in ein neues Zuhause. Natürlich: Jetzt fehlt der Schutz der Mutter, die Geborgenheit. Jetzt muss das kleine Pflänzlein beweisen, dass es überlebensfähig ist. Es muss kämpfen, es muss wachsen. Bis es zu einer richtigen Pflanze gworden ist – und selber Senker auslegt…