Susanne Zohl | September 2007
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Wer weiß, wer oder was hier zu sehen ist?
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Carolin Loeffler | Mai 2007
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Zwei kleine Stimmen finden sich jeden Tag aufs neue in unserer Redaktion ein. Eine ist kurz, präzise und faktenschwanger. Sie hasst es, sich an Unnötigem aufzuhalten. Nebensächlichkeiten sind ihr zuwider, sie vergöttert die direkte, brutale Art die Dinge beim Namen zu nennen. Die andere Stimme, ja die, die ist blumig, kräftig, würzig, bildlich. Sie ist ein Künstler in Sachen Mitteilung, ein virtuoser Erfinder neuer Wendungen. Wir nennen diese beiden Stimmen den Geschichtenerzähler und den Telegrammstil.
In das tägliche Singspiel reihen sich weitere Laute ein. Besonders wichtig für den abgerundeten, harmonischen Klang, ist die Stimme der Erkenntnis. Nur die Kombination, der Chor der Geräusche ergibt ein einheitliches Bild. Und so nimmt das Drama seinen Lauf.
Jeder Text des kleinen Geschichtenerzählers ist ein Märchen, ein Erlebnis für die Sinne. Dieses schöpferische Wesen verzaubert uns, es entführt unsere Gedanken in die Welt der Geschichten. Manchmal prügelt es uns gerade zu ins Traumland. Auch wenn wir nicht wollen, wir müssen dem Charme erliegen. Jede noch so simple Erzählung dieser Stimme artet aus in ein Konzert der Neologismen, sie steckt uns an mit diesen prächtigen Wörtern. Und so ergießt sich ein Schwall aus sagenhaften Ideen und Gedanken in den engen Raum. Der Telegrammstil sitzt indessen mit gerunzelter Stirn am Tisch gegenüber. „Was soll das, wozu Redundantes? Ich bin der Telegrammstil. Ich muss nicht beeindrucken, nur präsentieren.“ Ein Streit droht zu entbrennen. Ein tosendes Stimmengewirr entsteht. Der Geschichtenerzähler versucht den kleinen Telegrammstil nieder zu reden, ihn in einem Wortschwall ersticken zu lassen. Doch er wehrt sich, schlägt zurück mit knappen, treffsicheren Argumenten. Telegrammstil zielt genau ins Schwarze, setzt zum todsicheren, letzten Stoß an…
Doch die drohende Katastrophe bleibt aus. Das Stimmengewirr verstummt, als die Stimme der Erkenntnis die Bühne der Redaktion betritt. Souverän fordert sie Ruhe ein und appelliert an die Vernunft der kleinen Geräusche. „Ihr könnt nicht gegeneinander sein. Lernt vom Anderen und ergänzt euch!“ rät die Erkenntnis. „Ihr besitzt beide Stärken und Schwächen, wenn ihr euch vereint, seid ihr nahezu unschlagbar.“
Der Telegrammstil und der Geschichtenerzähler sind verwirrt und sprachlos. „Wie soll das funktionieren“, fragt der Eine den Anderen. Er erhält keine Antwort und in der Redaktion kehrt Ruhe ein. Die Stille ist nicht von Dauer, beide überlegen angestrengt, das Brummen und Vibrieren der Gedanken ist zu hören und zu spüren. „Ich werde dir in Zukunft helfen“, schlägt der Geschichtenerzähler zaghaft vor. Der Telegrammstil horcht auf, denkt nach und sagt mit fester Stimme: „Ja, und ich werde dir helfen. Gemeinsam ergeben wir doch ein schönes Konzert!“
Kay Schönewerk | Mai 2007
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Unsere Blog-Schwester – die Corporate Publishing Lounge (www.cp-lounge.de) – ist von den Machern der Medienblogcharts (MBC) in den Reigen der 5o wichtigsten deutschen Medienblogs aufgenommen worden. Das Kesselhaus-Team freut sich für die Macher der CP-Lounge über soviel Aufmerksamkeit! Und strengt sich auch an … ;)
Annegret J. Freitag | Februar 2007
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Wie unsere aktuelle Umfrage zeigt, scheinen sich viele Kesselhaus-Leser zumindest bewusst zu sein, welche Faktoren einen objektiv recherchierten und geschriebenen journalistischen Beitrag ausmachen. Ob diese jedoch auch immer Anwendung finden, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Spannend ist in diesem Zusammenhang eine Diskussion, die dazu bei unserem Nachbarn Basic Thinking läuft. Traurige Erkenntnis: Über “PM-Veröffentlichung gegen Anzeigenschaltung” regt sich kaum noch einer auf – und vor allem die eigentlich Betroffenen, die Journalisten, scheinen längst resigniert zu haben. Â
Annegret J. Freitag | Februar 2007
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Die CP hat ein neues Team-Mitglied. Es ist schuppig, glubschäugig und redet auch nicht allzu viel. Und es ist ein Schlägertyp.
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Annegret J. Freitag | Februar 2007
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“Was die jungen Zuschauer und Leser wollen, ist nicht Objektivität, sondern Authentizität!”
Wham! Diese These von Norbert Bolz im gestrigen “Zapp” geht voll vor den Bug. Zumindest jenen Journalisten, die bislang genau Objektivität für die heiligste aller Kühe ihrer täglichen Arbeit gehalten haben.
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Annegret J. Freitag | Januar 2007
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Immer dann, wenn’s produktionstechnisch besonders eng zugeht ist, sind sie garantiert da: Zulieferer, die keine Ahnung von druckfähigen Bildauflösungen haben, Gastautoren, die Zeichenvorgaben für nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge halten und sicherheitshalber mal das Doppelte vom vorgegebenen Umfang liefern – und Dienstleister, die einen zum “Eindampfen” wertvoller Dateien zwingen.
Einfach, weil sie seit zehn Jahren schon die Höchstgrenze bei 5 MB pro Anhang haben. Und weil sie FTP für eine neue Partei halten – keinesfalls jedoch mit hochgeladenen Daten irgendwas anfangen können.
Wozu dann eigentlich viel Zeit und Mühe dafür aufbringen, sich ständig auf dem neuesten Entwicklungsstand zu halten – wenn’s mit horn-alten Strategien doch auch zu funktionieren scheint? Merken die Kunden den Unterschied überhaupt?
Sandra Simon | Dezember 2006
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Vielleicht kennen Sie das. Man wacht nachts auf und beginnt zu grübeln. Man grübelt und grübelt…
Nachts scheint die beste Zeit zu sein zu grübeln und um ehrlich zu sein: Ich lasse das dann auch immer zu.
Mein Körper scheint gerade keinen Schlaf zu wollen und ich nutze die Zeit, kreativ zu sein.
Nun ja – das Ergebnis der letzten Nacht und des heutigen Morgens ist: Schreiben ist doch ausschließlich etwas für eine Elite. Es sind Sonderlinge, die sich in einer kleinen Gruppen zusammenfinden und ihrer Kunst frönen.
Das Umfeld hat nämlich a) kein Interesse oder b) zu große Angst sich den “Sonderlingen” anzuschließen.
Zum einen gehören sie selbst zu einer anderen Spezies der “Sonderlinge” und zum zweiten wagen sie nicht zu experimentieren…
Was bleibt? Die Hoffnung, viele Angsthasen und Nullböcke umzustimmen – mit Worten und Stories. Und so aus ihnen Fans und irgendwann Hobbyautoren zu machen.
Wie das funktionieren kann? Mit provokativen Wortspielen, direkten Anreden, vielen kleinen Geschichten und losen Satzgefügen.
Na dann, gute Nacht…
Sandra Simon | November 2006
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Es ist schon komisch: Tagtäglich habe ich es mit mehr als 10.000 Zeichen zu tun. Ich texte, schreibe um und redigiere. Darunter sind Beiträge, die aus meiner Sicht mehr als gelungen sind - die schon mir Freude machen und auch darüber hinaus sehr gut ankommen.
Und dann gibt es solche, für die ich gelobt werde, obwohl ich selbst um jedes einzelne Zeichen gekämpft habe. Ich habe den roten Faden mit jedem einzelnen Zeichen neu gesucht, habe mühsam die Zeichen verknüpft und aus meiner Sicht ein wages Bild konstruiert. Und trotzdem: Es gab eine Leserschaft, die gerade diesen Text besser fand als den, der mir leicht von den Fingern geglitten ist.
Was ich daraus gelernt habe? Zeichen ist scheinbar doch nicht gleich Zeichen….
Kay Schönewerk | November 2006
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Kathrin Kranz wird mir den Vorgriff nachsehen. Aber die beiden nachfolgenden (Hand-made)-Illustrationen finde ich besonders gelungen – und setze sie daher gern der Luft des World-Wide-Web aus.
