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    Andreas Stoetzner | Januar 2007 | via Kundenmagazin
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    Guter Lesestoff bietet vor allem Unterhaltung. Doch schnell wird Unterhaltung als plumpe Berichterstattung abgestempelt. Warum? Weil Medienkommunikation weit mehr kann. Nämlich gnadenlos direkt Grenzen überschreiten.

    Die Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Journalisten steht oft in der Kritik.

    Das enttäuschende Urteil: Pressemitteilungen sind inhaltlich und sprachlich schlecht, Pressekonferenzen katastrophal organisiert und zur Verfügung gestellte Fotos häufig von extrem mangelhafter Qualität.

    Die Gründe liegen nach Expertenmeinung im Desinteresse und fehlender Kommunikationsbereitschaft der Medien.

    Also: Wieviel direkte Kommunikation braucht gute Medienarbeit?

    Wo liegen die Ursachen der mangelnden Kommunikation zwischen beiden Berufsgruppen? Meiner Meinung nach spielt Unsicherheit eine große Rolle. Die Unsicherheit vieler PR-Verantwortliche, wie intensiv sie das Verhältnis zu den Medien tatsächlich gestalten sollen, könne, dürfen, wollen.

    Oft gehen sie daher lieber kein Risiko ein und belassen es bei einer neutraler Kommunikation – ohne persönliche Beziehungen.

    Im Gegenzug halten sich aber auch die Redakteure mit offensichtlichen “Liebesbekundungen” zurück – um bei kritischen Rückmeldungen nützliche Kontakte nicht zu gefährden oder redaktionsintern als beeinflussbar zu gelten.
    Bei solch einer unpersönlichen Abwicklung des Informationsflusses stellt sich natürlich leicht Gleichgültigkeit ein. Unzufriedenheit und Qualitätsverlust sind die Folgen.

    Dabei gibt es Wege, sich ein Netz aus persönlichen Kontakten aufzubauen. Ziel der Bemühungen sollten daher längere und intensivere Gespräche von Angesicht zu Angesicht sein.

    Möglichkeiten dazu bieten Zeitfenster nach (!) Pressekonferenzen beziehungsweise eigens eingerichtete Presseclubs, in denen Medienmacher Informationen über aktuelle Entwicklungen der Branche austauschen und in lockerer Atmosphäre ihre Erfahrungen diskutieren.

    Auch Redaktionsbesuche oder rein informelle Treffen außerhalb von Redaktion und Unternehmen sind Varianten zur Kontaktpflege. Allerdings: Der Journalist wird nur dann aufgeschlossen sein, wenn die PR ihm etwas zu bieten hat.

    Die Beispiele zeigen, dass es genügend Chancen gibt, mit den Medienmachern ins Gespräch zu kommen und so erfolgreich zusammen zu arbeiten. Grundvoraussetzung ist allerdings eine Kommunikationsbereitschaft auf beiden Seiten.





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