This entry was posted on Sonntag, Januar 7th, 2007 at 22:01 and is filed under via Kundenmagazin. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
4iMEDIA Agenturgruppe
4iMEDIA Corporate Publishing
4iMEDIA Public & Media Relations
4iMEDIA Strategie & Beratung
4iMEDIA Journalistenbüro
4iMEDIA SEO Professionals
4iMEDIA Innovation Lab
jam&chips - next generation content
Studio503 - Fotografie und WebTV
Interimsanschrift
bis Ende 2010
Listhaus . Friedrich-List-Platz 2 . 04103 Leipzig
Tel +49 (0) 341 870 98 40
Web: www.4iMEDIA.com
..................................................
..................................................
Neue Kommentare
..................................................
Johanna Scholz | Januar 2007 | via Kundenmagazin
Kommentare (4) | RSS zum Artikel | Trackback zum Artikel
Die Zeit für engagierte Freischwimmer ist angebrochen, denn Praktika gelten nach wie vor als berufliches Sprungbrett. Echte Chancen hat aber nur, wer kaltes Wasser und Minusgrade nicht scheut.

?Generation Praktikum? – eine Wortschöpfung mit einer steiler Karriere und einem ebenso steilen Abstieg.
Noch vor wenigen Monaten in aller Munde und heute nur noch ab und an als negative Schlagzeile in den Medien. Doch während die Thematik ?Praktikum? für Zeitungen, Magazine und TV-Anstalten ein großes Thema war, ist es für Unternehmen noch immer eines.
Und die Chancen für echte Querdenker stehen gut ? jedoch nur dann, wenn sie das Praktikum mit Mut, Enthusiasmus und Engagement angehen.
Denn in der heutigen Zeit zählen nicht ausschließlich ein Hochschulstudium oder eine Lehre, sondern es ist das ?gewisse Etwas?, das Praktikanten dazu verhilft, auf der Karriereleiter nach oben zu klettern.
Dem Leser sei an dieser Stelle der Einwurf gestattet zu fragen, warum die vermeintlich höchste Qualifikation einem Unternehmen nicht genüge. Ganz einfach, weil das ?gewisse Etwas? nicht im Notenspiegel oder dem Lebenslauf steht, sondern sich in der Persönlichkeit wiederfindet.
Die besten Noten und hervorragende theoretische Kenntnisse allein helfen keinem Unternehmen, wenn sich der ?Neuling? nicht in das Team integrieren kann.
Ebenso wichtig ist die eigene Kritikfähigkeit. Hochschulabsolventen und Azubis mangelt es häufig daran, ihre eigene Leistung einzuschätzen.
Hagelt es dann Kritik vom Vorgesetzten, ist das Ergebnis vorprogrammiert: Unzufriedenheit auf beiden Seiten.
Der Appell lautet deshalb: Bildet Euch ? und das möglichst schnell! Wer sich bereits frühzeitig Spezial-Wissen aneignet, wer weiß, wie hart und anstrengend der Berufsalltag ist und wer zudem seine persönliche Note entwickelt hat, der hat echte Chancen zu den Spitzenreitern zu gehören.
Doch glauben Sie, lieber Leser, dass das ?gewisse Etwas? bezahlbar ist? Ja?
Dann stellt sich doch umgekehrt die Frage, welchen Regeln diese Entlohnung folgen soll. Wird nur der kleine Anteil derer bezahlt, die sich für eine Laufbahn im Unternehmen auszeichnen – oder alle Praktikanten gleichermaßen?
Und jetzt begeben wir uns mal in ganz wildes Fahrwasser (Kommentatoren dieser Welt, greift zur Tastatur!): Ist Geld überhaupt der einzige Anreiz, für den es sich lohnt neue Kenntnisse zu erwerben?
Aus Sicht eines Unternehmes kippt dieses Finanz-Bild nämlich: Geeignetes Personal zu finden, das den Beruf als Berufung sieht, gebildet ist und gleichermaßen Sinn für Kreativität und Realität hat, entpuppt sich als echter Kraftakt.
Unter den tatsächlich eingestellten Praktikanten verfügt nur etwa ein Zehntel (!) tatsächlich über die Kompetenz, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen und eignet sich als potentieller Anwärter für einen Job.
Ihr Geheimrezept? Sie haben sich für den Beruf unentbehrlich gemacht, sich innerhalb kurzer Zeit in ein bestehendes Team integriert und sich in Sachverhalte eingearbeitet.
Und die anderen 90 Prozent? Einige von ihnen zählen sich zwar zu den gut ausgebildeten Schwimmern – mit kaltem Wasser kommen sie auf Dauer jedoch nicht zurecht. Selbstüberschätzung?
Unternehmer, die sich entscheiden ihr Personal über den Einstieg als Praktikant zu suchen, sind heute keine Seltenheit mehr. Sie versuchen die Arbeitsmarktsituation aktiv zu verbessern, indem sie jungen motivierten Köpfen die Chance geben sich zu beweisen. (Liebe Kommentatoren, jetzt ist der richtige Zeitpunkt aber gekommen.)
Alle haben die gleiche Ausgangssituation und die gleichen Möglichkeiten.
Wer schneller schwimmt oder sich auch in kälteren Gewässern heimisch fühlt, verabschiedet sich ganz schnell von der ?Generation Praktikum? und steigt in eine neue Welt auf. Er profitiert von dem, was er in seiner Zeit als Praktikant geleistet hat und kann sich neuen Aufgaben und Themen widmen.
?Generation Praktikum? war gestern – die Ära des Praktikum 2.0 hat begonnen. Es gilt sich nicht nur mit neuen Webanwendungen, Blogs und Foren vertraut zu machen, sondern auch Zusatzwissen zu konsumieren.
Und die Chancen für echte Querdenker, engagierte Persönlichkeiten und charakterstarken Nachwuchs stehen gut. Denn nicht immer ist Geld das einzige, was zählt, sondern die Erfahrung durch die eigene Kraft Berge versetzen zu können.
PS: Und es trifft auch andere Branchen…
4 Kommentare
Blecke8th Januar 2007
Auch wenn ich an anderer Stelle schon was zu EXAKT diesem Text geschrieben habe, weise ich auch hier gerne nochmal darauf hin, dass hier lediglich die Eliten noch weiter gesiebt werden. Von einer erweiterten Chance kann absolut nicht die Rede sein. Praktikum 2.0 ist in meinen Augen Wunschdenken fernab der Realität. LEIDER…
Das Kesselhaus » Blog Archive » Auf ins Gefecht!
9th Januar 2007
[...] “Praktika: Die Zeit für Freischwimmer ist angebrochen. Echte Chancen hat aber nur, wer kaltes Wasser und Minusgrade nicht scheut.” Link [...]
Bobby
10th Januar 2007
Das Problem von “Generation Praktikum” liegt meiner Meinung nach im Bildungssystem.
Die angesprochenen Probleme der Selbstreflektion, Teamfähigkeit usw. – also der Sozialkompetenz wird in Schule oder bzw. Ausbildung gar nicht vermittelt. Und dieses Problem wird sich in der Zukunft noch weiter verstärken. Lustlose Schüler und auch unmotivierte Lehrkräfte können & wollen diesen wichtigen Aspekt nicht aufnehmen bzw. vermitteln.
Als Folge muss sich der Arbeitgeber über ein Praktikum folgerichtig seine zukünftigen Mitarbeiter suchen (Assesmentcenter sind hierfür nicht Aussagekräftig genug) & aussieben.
Das Kesselhaus » Blog Archive » Auf ins Gefecht! (Teil II)
11th Januar 2007
[...] Das es leicht ist, hat auch keiner gesagt. (Liebe Kommentatoren, jetzt ist Eure Zeit gekommen!) [...]
Ihr Kommentar
Sie können folgende HTML-Tags verwenden, um Ihren Kommentar zu formatieren:
Link: <a href="http://www.xyz.de">Text</a>
Bild einfügen: <img src="http://www.xyz.de/bild.jpg"/>
Text (Fettdruck): <b>Text</b>
Text (kursiv): <i>Text</i>
Text (unterstrichen): <u>Text</u>
weitere Hilfen zum Thema HTML finden Sie hier




