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    Marcel Fiegel | Januar 2007 | via Kundenmagazin
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    Wenn Apple und PC gegeneinander antreten, ist nicht klar, wer die besseren Waffen hat. Ein klares unentschieden? Nein, denn Nutzer suchen sich ihre Helden immer selbst aus … eine kurze Einführung in einen langen Kampf.

    Windows oder Mac – Mac oder Windows? Immer häufiger scheiden sich die Geister, welcher Rechner den Ansprüchen von Mitarbeitern verschiedener Branchen gerecht wird.

    Fest steht: Es kommt auf die Ansprüche des Benutzers an. Wer heute auf der Suche nach einem leistungsfähigen Computer den lokalen Fachhändler aufsucht, wird diesen höchstwahrscheinlich mit einem neuen PC inklusive einer aktuellen Windows-Version wieder verlassen.

    Tatsächlich hat sich Microsoft schon längst als Anbieter des Standard-Betriebssystems durchgesetzt. Jedoch beginnt der Thron des Königs zu wanken. Denn der von Windows-Benutzern oft belächelte Macintosh von Apple braucht sich mittlerweile nicht mehr hinter dem großen Konkurrenten zu verstecken.

    Mit dem aktuellen Betriebssystem OS X, Version10.4, hat Apple ein stabil und sicher laufendes System entwickelt, welches zusammen mit der ebenfalls von Apple stammenden Hardware ein gutes Gesamtpaket darstellt.

    Dank des UNIX-Kerns wird OS X auch aktuellen Anforderungen in puncto Leistung und Sicherheit gerecht, ohne dabei jedoch auf die einfache Bedienbarkeit verzichten zu müssen.

    Eines der Hauptprobleme der Apple-Rechner gegenüber den PCs war schon immer die mangelnde Flexibilität. Wer einen Computer von Apple kauft, wird auf diesem auch nur das von Apple bereitgestellte Betriebssystem problemlos installieren und nutzen können. Zwar wurde vor kurzem die Software Boot Camp von Apple veröffentlicht, womit sich auch Windows XP auf einem Apple-Rechner installieren lässt.

    Diese Software – das steht für Experten fest – ist noch nicht vollkommen ausgereift und somit als Beta-Version verfügbar. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Dual-Boot-Lösung, sondern die Apple Macintosh OS X muss deinstalliert werden, um Windows XP nutzen zu können. Bald wird es jedoch soweit sein, dass diese Variante auch als Dual-Boot-Lösung erscheint.

    Narf, Blanka und Clay haben Treiber entwickelt, die das BIOS der Mac-Hardware so beeinflussen, dass Windows XP installiert werden kann. Während Mac OS X auf der ersten Partition installiert ist, wird dann Windows XP auf der zweiten Partition installiert. Somit sollte es dann möglich sein, bei dem Startvorgang zwischen Mac oder Windows entscheiden zu können.

    Ein Austausch bzw. eine Erweiterung der Hardware ist nur in den seltensten Fällen möglich, da alle Komponenten von Apple selbst zusammengestellt und aufeinander abgestimmt sind. Ein herkömmlicher PC hingegen kann relativ frei mit den eigenen Vorstellungen entsprechender Hardware ausgestattet werden. Rein technisch wäre es sogar möglich, neben dem üblich installierten Windows oder Linux ein Mac OS X zu emulieren.

    Das neue Mac OS X besteht aus einem Unix-Kern, welcher im Gegensatz zu den älteren Macintosh-Versionen voll Multitasking und Multiprocessing fähig ist. Microsoft ist bereits seit dem Betriebssystem Windows 95 Multitasking fähig und war somit Apple einen großen Schritt voraus.

    Software gibt es mittlerweile zahlreich für beide Systeme. Die meisten Anbieter haben sich auf Windows spezialisiert, weil dieses am meisten verbreitet ist. Für Macintosh OS X hat sich das Angebot an Software enorm erweitert. Mit Macintosh OS X hat man nun Zugang zu der praktisch unendlichen Vielfalt von Programmen der Unix und Linux-Welt.

    Programme wie Illustrator, Photoshop, FreeHand, Flash, Word und Excel waren ursprünglich ausschließlich für Macintosh geschrieben worden, sind aber aus wirtschaftlicher Sicht für Windows wesentlich effektiver. Es gibt dennoch zwei Bereiche, wo das Sortiment von Windows viel mehr bietet. Es handelt sich hierbei um die Games und die Businessanwendungen.

    Eine gute Alternative zu Microsoft Office ist Apple iWorks. Dieses Software bietet allerdings nicht so viele Funktionen wie Office, hat aber trotzdem alles, was für den Office-Bereich notwendig ist. Außerdem arbeitet iWorks schneller, weil es weniger Systemressourcen benötigt, als Microsoft Office.

    Ein Befall von Viren und Würmern ist bei Macintosh mit höchster Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Selbst nach monatelangem Test ohne Firewall und Virensoftware konnte das System nicht durchbrochen werden. Theoretisch ist es aber möglich, durch eine der wenigen Sicherheitslücken auf das System zuzugreifen und dieses zu manipulieren.

    Für diese Sicherheitslücken liefert Apple aber innerhalb kürzester Zeit, schneller als Microsoft, Updates. Eine derartige Vorgehensweise würde Windows-PCs auf kurz oder lang unbrauchbar machen. Hier besteht die Möglichkeit, sich innerhalb kürzester Zeit ein Virus bzw. ein Wurm auf den Rechner zu laden, der wichtige Daten vernichten kann. Deshalb ist es Windows-Nutzern sehr zu empfehlen, die Firewall zu aktivieren und einen Virenscanner zu installieren, bevor eine Verbindung mit dem Internet oder dem Netzwerk hergestellt wird.

    Fazit
    Benutzer, die viele Multimedia- und Printanwendungen ausführen, keine Probleme mit Viren und Virenschutz haben und den Computer sofort in Benutzung nehmen wollen, sind mit einem Apple Macintosh gut aufgehoben. Wer jedoch viel in der Dateiverwaltung arbeitet, das Netzwerk oft zum Datenaustausch jeglicher Ordner verwendet, öfters neue Spiele spielen und den Computer durch Hardware aufrüsten möchte, sollte sich für einen Windows PC entscheiden.

    PS:
    Auf längere Zeit hin ist meiner Meinung nach ein Macintosh Computer, aufgrund der Betriebskosten, die Betriebsdauer und der Leistung wohl günstiger als ein PC. So sind an der Uni Bern 2300 Macs im Gebrauch. Um diese zu warten, sind 1,6 Vollzeitstellen beschäftigt. Zum Vergleich: 5200 PCs müssen von fünf Vollzeitstellen gewartet werden. Auch wenn die Anschaffung des Mac preisintensiver ist als die Anschaffung eines Computers, rechnet sich dies spätestens nach drei Jahren. Die Lebensdauer des Apple ist meiner Auffassung nach also etwa eineinhalb mal so hoch wie bei einem PC.





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