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Romy Weisbach | Januar 2007 | via Kundenmagazin
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James Bond weiß es. Ebenso seine Gegner. Und auch Agenturen sind sich bewusst, dass das Vertrauen der Kunden enorm wichtig ist. Die Frage ist nur: ?Ist die Welt nicht genug?? – bevor alle tief ineinander versinken…

Geschäftsbeziehungen sind Partnerschaften. Und wie jede gute Partnerschaft basieren diese auf Vertrauen. Das dabei der direkte Kontakt in das Unternehmen eine große Rolle spielt, ist unbestritten. Aber funktioniert das auch anders herum?
Eine inzwischen durchaus übliche Praxis ist ein zeitlich begrenzter Aufenthalt eines Agenturmitarbeiters im beauftragenden Unternehmen – oder die Arbeit des Unternehmensmitarbeiters in der Agentur.
Eine Praxis, die nicht nur auf dem diesjährigen Kommunikationskongress in Berlin sondern auch in unserem Unternehmen für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Die Frage ist: Wie sinnvoll kann ein solch gegenseitiger Mitarbeiter-Austausch sein?
Vertreter verschiedener Unternehmen auf dem Berliner Kommunikationskongress waren sich in der Diskussion sicher, dass eine Agentur nur dann gute Arbeit leisten könne, wenn sie ihren Kunden auch “verinnerlicht” hat.
Björn Korschinowski, Leiter der Unternehmenskommunikation der Citibank/Citigroup Deutschland, beispielsweise ist davon überzeugt, dass eine Unternehmens-Agentur-Beziehung nur dann funktioniert, wenn beide Seiten wirklich die Kultur des anderen verstehen.
“Deshalb machen wir immer das Angebot an die Agentur, in unser Unternehmen zu kommen und uns kennen zu lernen. Und ich habe noch keine Agentur erlebt, die das abgelehnt hat. Die Agentur wäre auch schlecht beraten, es nicht zu tun“, so Korschinowski.
Ähnlich sieht das auch Fabian Schiffer, Leiter Kommunikation des Deutschen Sportfernsehens. Er hält einen solchen Einblick ins Unternehmen für sehr sinnvoll: “Die Agentur steht doch immer am Ende der Berichtskette und wenn ein Agenturmitarbeiter für gewisse Zeit im Unternehmen ist, dann würde das die Kommunikation auf alle Fälle verbessern. Es fördert das Vertrauen, die Effektivität und den Informationsprozess. Ein Zuviel an Transparenz halte ich dabei eigentlich für nicht möglich.“
Doch versuchen beide Partner nicht gerade am Anfang einer Geschäftsbeziehung ein überzeugendes positives Bild aufzubauen, das dann durch zu viel “Einblick” wieder eingerissen werden könnte?
Dieses Problem kann auch Oliver Klein, Geschäftsführer der Agentur cherrypicker, nachvollziehen. “Hinter den Kulissen läuft ja nicht immer alles so glatt, wie man es dem Kunden präsentiert. Es kann also durchaus sein, dass der Kunde auch Probleme der Agentur und ihrer Arbeit mitbekommt. Deshalb sträuben sich wohl auch eher die Agenturen dagegen, jemanden hinter die Kulissen sehen zu lassen.“
Trotzdem sieht auch Klein im Mitarbeitertausch mehr Chancen als Risiken – denn wirkliche Probleme im Tagesgeschäft kämen zumeist durch Missverständnisse zustande.
Und ist es nicht so, dass man in einer Partnerschaft auch immer mit kleinen Fehlern oder Macken des anderen lebt? Macht nicht gerade das das Zusammenleben spannend und kann man sich nicht gerade daraus weiterentwickeln?
Wir halten diese Praxis jedenfalls für durchaus umsetzenswert.
—
//ps: Welche Erfahrungen haben andere Agenturen damit wirklich gemacht? Was gibt es für “Für und Wider” in Unternehmen, Mitarbeiter für bestimmte Zeit in die Agentur zu entsenden?
Sollten Sie Erfahrungen mit dieser Geschäftspraxis haben, dann würde ich mich natürlich über Zuschriften und Feedback freuen! Schreiben Sie einfach an Romy (punkt) Weisbach (at) 4iMEDIApublic (punkt) com. Hintergrundinformationen erhalten Sie auch in einem aktuellen W&V-Beitrag “Am Gängelband der Kundschaft“.//
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