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    Andreas Stoetzner | April 2007 | via Kundenmagazin
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    Ist die PM 2.0 bereits kurz nach der Entstehung eingeknickt? Oder schreitet sie mit großen Schritten voran und der konventionelle Schuhabdruck ist Schnee von gestern?

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    Ist die PM 2.0 unser Siebenmeilenstiefel, mit dem wir endlich auf der Datenautobahn voranschreiten – oder sollten wir den steinigen Weg der Pressearbeit weiter per pedes gehen und die PM 2.0 mit Füßen treten?

    Um die obenstehenden Fragen einzuordnen, schauen wir, was bisher geschah:

    Seit 1906 bringen gelbe Post-Stiefel Pressemitteilungen auf Schusters Rappen zu Lokalredakteuren, die Berichte in ihre Schreibmaschinen tippen. Seit 1956 muss die Redaktionsassistenz ihre modischen Pumps nur noch bis zum Fax(gerät) bewegen, um die digital übertragene Pressemitteilung zu entnehmen. Der Kollege an der Schreibmaschine tippt die vor Augen stehenden Worte traditionsgemäß ab.

    Seit 1986 sprinten dynamische Turnschuhträger zum Computer. E-Mail für mich? Vorteil nicht nur für Journalisten mit orthopädischen Schuhen: die PM-Inhalte schlüpfen ohne Medienbruch passgenau ins Redaktionssystem hinein.

    Seit 2006 schließlich streckt der (Bürger)Journalist seine Sneaker von sich, während er die PM 2.0 mit Kommentarfunktion durchscrollt. Er weiß: Pressemitteilung und multimediale Interaktion sind nicht länger zwei Paar Schuhe. Rekapitulieren wir:

    Steht der guten alten Pressemitteilung ein Quantensprung bevor – Tauschen wir die Galoschen auf dem Schleichpfad der einseitigen Information mit den Moonboots auf dem Highway der interaktiven Kommunikation? Oder sollte die PM 2.0 doch lieber schnell wieder im Schuhkarton der Geschichte verschwinden? Nach dem Motto: Wer barfuss geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben!

    Als Journalistenbüro mit integriertem Geschäftsbereich Public Relations haben wir in einem Mitarbeiter-Workshop für und wider dieses neuen Trends diskutiert. Quintessenz unseres Meetings: Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an. Da die Adressaten unserer PMs aber Redakteure sind, haben wir mitteldeutsche Medienmacher gefragt, wo sie der neue Schuh PM 2.0 drückt! Die Antworten finden Sie hier.

    Beipackzettel für Barfußgänger: Die Pressemitteilung 2.0 ist, kurz gesagt, eine in Einzelteile zerlegte Form der Presseinformation, die Journalisten stärker als Recherche- und Gesprächsangebot nutzen können. Es werden z.B. schon Links zu Hintergrundinfos recherchiert und Bilder, Grafiken, O-Töne und Videos mitgeliefert. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass ein solcher “Baukasten” der Arbeitsweise der Redakteure entgegenkommt.





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